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Repräsentative Wahlstatistik

Auf der Grundlage einer Stichprobe werden Angaben über das Wahlverhalten, speziell über die Wahlbeteiligung sowie über die Stimmabgabe verschiedener Bevölkerungsgruppen nach Alter und Ge­schlecht, erhoben. Die Repräsentative Wahlstatistik bietet somit die Möglichkeit einer wahlpolitischen und soziologischen Analyse der Wahlergebnisse und vermittelt ein spezifisches Bild der politischen Willensäußerung der Wahlberechtigten und Wähler.

Die Auswahl der einbezogenen Wahlbezirke basiert auf einem mathematischen Zufallsverfahren. Für die Wahl zum 7. Sächsischen Landtag am 1. September 2019 wurden im Freistaat Sachsen 128 Urnen- und 21 Briefwahlbezirke für die Erstellung der Repräsentati­ven Wahlstatistik ausgewählt

Als Grundlage für die Ergebnisermittlung dienen sowohl die Wählerverzeichnisse als auch die abgegebenen amtlichen Stimmzettel.

Für die Analyse der Wahlbeteiligung nach Alter und Geschlecht werden erhoben:

  • Wahlberechtigte,
  • Wahlscheinvermerk,
  • Beteiligung an der Wahl,
  • Geschlecht sowie
  • höchstens zehn Geburtsjahresgruppen mit jeweils mindestens drei Geburtsjahrgängen bei der Landtagswahl 2019: 
Geburtsgruppe Altersgruppe
1999 - 2001 18 bis unter 21 Jahre
1995 - 1998 21 bis unter 25 Jahre
1990 - 1994 25 bis unter 30 Jahre
1985 - 1989 30 bis unter 35 Jahre
1980 - 1984 35 bis unter 40 Jahre
1975 - 1979 40 bis unter 45 Jahre
1970 - 1974 45 bis unter 50 Jahre
1960 - 1969 50 bis unter 60 Jahre
1950 - 1959 60 bis unter 70 Jahre
1949 und früher 70 Jahre und älter

 

Für die Untersuchung der Stimmabgaben und ungültigen Stimmen werden registiert:

  • abgegebene Stimme,
  • ungültige Stimme,
  • Ungültigkeitsgrund,
  • Geschlecht sowie
  • höchstens sechs Geburtsjahresgruppen mit jeweils mindestens sieben Geburtsjahrgängen, bei der Landtagswahl 2019:

 

Geburtsgruppe Altersgruppe
1995 - 2001 18 bis unter 25 Jahre
1985 - 1994 25 bis unter 35 Jahre
1975 - 1984 35 bis unter 45 Jahre
1960 - 1974 45 bis unter 60 Jahre
1950 - 1959 60 bis unter 70 Jahre
1949 und früher 70 Jahre und älter

Das Wahlgeheimnis bleibt gewahrt, indem:

  • die Urnenwahlbezirke, in denen die Repräsentative Wahlstatistik durchgeführt wird, mindestens 400 Wahlberechtigte umfassen.
  • die Geburtsjahrgänge zu so großen Gruppen zusammengefasst werden, dass keine Rückschlüsse auf das Wahlverhalten einzelner möglich ist.
  • die Wählerverzeichnisse und die gekennzeichneten Stimmzettel nicht zusammengeführt werden.
  • die Auszählung der Stimmzettel im Wahllokal zunächst ohne statistische Auswertung erfolgt. Diese wird erst im Nachgang unter dem Schutz des Statistikgeheimnisses ohne Nutzung der Wählerver­zeichnisse im Statistischen Landesamt des Freistaates Sachsen durchgeführt.
  • wahlstatistische Erhebungen nur von Gemeinden ausgeführt werden, bei denen entsprechend der lan­desgesetzlichen Vorgabe eine Trennung der kommunalen Statistikstelle von anderen Verwaltungsstellen sicher­gestellt und das Statistikgeheimnis durch Organisation und Verfahren gewährleistet ist.
  • die Ergebnisse der Repräsentativen Wahlstatistik nur für den Freistaat Sachsen und nicht für ein­zelne Wahlbezirke veröffentlicht werden.
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